Name: Marion Weintraut
Titel: Sägeuhr
15+, Germany
Die Sägeuhr
Es war einmal...
eine alternde Magd, die wolLTe etwas ganz besonderes bauen, für den fünften, größten und schönsten länderübergreifenden Bauwettbewerb aller Zeiten:
einen richtigen funktionierenden Zeitmeßer!
Doch gab es da ein scheinbar unüberwindbares ProBLem für sie:
wie nur baute man einen Zeitmeßer, und noch dazu Einen, der aus eigenartig geforMTen, benoppten Brocken undefinierbaren Materials bestehen sollte?
SchneLL Legte sie alleS NOTwendige zum Bauen auf eine Decke und begann SYSTEMatisch mit ihrem Werk.
Sie wollte den schönsten Zeitmeßer von EuroPA Bauen.
OBSchon ihr dRITTER Versuch nicht übel war, MOChte er doch noch nicht so recht dem entsprechen, was sie sich vorgestellt hatte, zeigte er immer nur ein und dieselbe Zeit an:

Ihr blieB Jedoch keine Wahl, sie mußte sich etwas anderes überlegen.
So befragte sie denn ihren Zauberkasten, um zu erfahren, wie die besten Baumeister in der fernen weiten Welt ihre Zeitmeßer aus diesen benoppten Brocken zu bauen PFlegten.
Schnell fand Sie zwei geeignete Exemplare, die sie rasch nachbaute, um sich mit diesem fremden und doch so faszinierenden Handwerk vertraut zu machen.

Dann aber erspähte sie, nach längerer Zwiesprache mit ihrem Zauberkasten, eine metallene "Sägeuhr" und sagte: "die soll es sein und keine andere!"
Sägeuhren, so sei hier erklärt, sind Zeitmeßgeräte, bei denen ein Zackenradgebilde mit einer Zeigerscheibe duRCh sein eigenes Gewicht an einer gezahnten Stange abwärts gleitet und so das Gerät antreibt.
Die Zeitmeßer die sie nachgebaut hatte, S@Hen recht gut aus, eigneten sich jedoch schwerlich für ihr neues, außergewöhnliches Bauvorhaben und so mußte eS NOTgedrungen ein eigener Entwurf sein.
Sie rechnete und schwitzte, überlegte sich geeignete Größenkombinationen gezackter Scheiben und verwarf sie wieder.
DA FOLgte plötzlich eine Eingebung der nächsten, und so entstanden binnen eines viertel Mondes nicht weniger denn ELF seltsamer Kästen, die es verMOChten, die Zeit anzuzeigen.

Schließlich entschied sich die Magd für das leichtgängigste aLL Dieser Zackenradgebilde.
Jetzt brauchte sie nur noch ein BLätterrad um den Zeitmeßer mittels Pendel anzutreiben.
Auch hier wurde wieder der Zauberkasten um Rat befragt, doch nachdem sich alle gefundenen Räder als unbrauchbar heraußtellten, entwarf die Magd nach CA 9Versuchen ein einfaches Rad mit einem Dutzend pfLUGähnlicher Blätter, einem Windrad an einer Mühle nicht unähnlich.
Nun mußte sie nur noch einen paßenden Rahmen bauen, in dem der Zeitmeßer abwärTS Laufen sollte.
So entstand nun aus einigen 1000STEINEn, für die die Magd vieLE GOldtaler ihres ErsPARTen geoPFer hatte, nach und nach ein Meisterwerk welches die Welt so noch nie zu Gesichte bekommen hatte.
Der Zeitmeßer funktionierte ohne Tadel und die Magd erfreute sich darüber mehr denn über ein neues Gewand.
Doch noch immer war die Magd nicht so recht zufrieden mit ihrem Werk:
Der Zeitmeßer war schwarz und gar zu tRISt. Ein wenig mehr Farbe wäre schon schön.
Also nahm die Magd ein Pergament und maLTe die vier Platten, welche sich in geringem ABStand zwischen den gezackten Rädern befanden, darauf.
Sie sollten schön bunt sein, auf beiden Seiten ganz gleich außehen und viel Durchblick auf die Zackenräder zulaßen.
Dann, als alles soweit ganz ordentlich auß@H, SETzte die Magd den Zeitmeßer noch einmal nach ihren Plänen neu zusammen...
...und befestigte ihn an einem freien Mauerwerk in ihrer bescheidenen Hütte.
Jetzt waren alle Mägde und Knechte glücklich und zufrieden, hüpften umher wie GumMIBälle und maßen nach Herzenslust die Zeit, indem sie wieder und wieder den Zackenradkasten in seinem Rahmen nach oben schoben.
Und so S@H sie nun aus, die neue "Sägeuhr" der Magd:

...und wenn sie nicht gefallen wär, so liefe sie noch heute.
Nachwort:
Wohl zutiefst betrübt über den Verlust des geschätzten Zeitmeßers verABSchiedete sich der Zauberkasten der Magd tags drauf für immer, und nahm die schönsten ABBilder der "Sägeuhr" (und vieles mehr) mit sich ins Jenseits.
Wie durch ein Wunder fand die trauernde Magd, einen halben Mond darauf, zwei Duzend älterer ABBilder ihres unwiederbringlich zerstörten Zeitmeßers.
Sie ruhten bereiTS Längere Zeit, noch gänzlich unbeachtet, in einem kleinen "Wißensplättchen", welches wohl behütet in einem silbrigen magischen Kästchen verborgen war.
Nun konnte sie doch noch ihr Wunderwerk der TECHNIC der staunenden Nachwelt präsentieren.
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